Warum die Voruntersuchung entscheidend ist
Die Voruntersuchung ist die Grundlage für den Erfolg jeder Fehlsichtigkeitskorrektur. Nicht jedes Auge eignet sich für jedes Verfahren. Nur durch eine gründliche Untersuchung können wir feststellen, ob eine Laser-Behandlung oder ein Linsenaustausch für Sie infrage kommt und welche Methode optimal ist.
Die Voruntersuchung zeigt uns den genauen Zustand Ihrer Augen. Wir messen die Hornhautdicke, kartieren die Hornhautoberfläche, untersuchen die Netzhaut und bestimmen Ihre exakte Fehlsichtigkeit. Bestimmte Augenerkrankungen oder anatomische Besonderheiten schließen manche Verfahren aus. Andere Faktoren helfen uns, das beste Verfahren für Sie auszuwählen.
Ohne gründliche Voruntersuchung steigt das Risiko für Komplikationen oder unbefriedigende Ergebnisse. Bei Dr. Look nehmen wir uns Zeit für eine umfassende Diagnostik und ausführliche Beratung.
Ablauf der Voruntersuchung
Die Voruntersuchung umfasst verschiedene Messungen und Tests:
Refraktionsmessung
Wir bestimmen Ihre exakte Fehlsichtigkeit. Dies geschieht objektiv mit einem Autorefraktometer und subjektiv durch genaue Sehtests. Die präzise Messung ist Grundlage für die spätere Korrektur.
Hornhauttopographie
Ein spezielles Gerät erstellt eine detaillierte Karte Ihrer Hornhautoberfläche. Wir sehen kleinste Unregelmäßigkeiten, messen die Krümmung an tausenden Punkten und erkennen Erkrankungen wie Keratokonus. Die Topographie zeigt uns, ob Ihre Hornhaut für Laserverfahren geeignet ist.
Pachymetrie (Hornhautdickenmessung)
Die Hornhautdicke ist entscheidend für die Wahl des Verfahrens. Für LASIK benötigen wir eine ausreichend dicke Hornhaut. Bei dünner Hornhaut sind SMILE Pro, No-Touch Laser oder refraktiver Linsenaustausch besser geeignet.
Wellenfrontmessung
Diese Untersuchung erfasst feinste optische Fehler Ihres Auges, die mit einer normalen Brillenbestimmung nicht messbar sind. Die Daten ermöglichen eine individuell optimierte Behandlung.
Pupillenmessung
Wir messen Ihre Pupillenweite bei verschiedenen Lichtverhältnissen. Große Pupillen erfordern eine entsprechend große Behandlungszone, um Blendeffekte nach der Operation zu vermeiden.
Tränenfilmanalyse
Die Qualität Ihres Tränenfilms beeinflusst die Heilung und das Wohlbefinden nach der Operation. Bei sehr trockenen Augen müssen wir dies vor der Operation behandeln oder ein geeigneteres Verfahren wählen.
Augeninnendruck
Wir messen den Druck in Ihrem Auge. Ein erhöhter Druck kann auf ein Glaukom hinweisen, das vor einer refraktiven Operation behandelt werden muss.
Untersuchung der Netzhaut
Die Netzhaut muss gesund sein für ein gutes Sehergebnis. Wir untersuchen sie nach Erweiterung der Pupillen gründlich. Netzhautlöcher oder Schwachstellen behandeln wir vor einer refraktiven Operation.
Untersuchung der Linse
Bei Patienten über 40 Jahren prüfen wir, ob bereits ein beginnender Grauer Star vorliegt. In diesem Fall kann der refraktive Linsenaustausch die bessere Option sein.
Die gesamte Voruntersuchung dauert etwa 90 bis 120 Minuten. Planen Sie ausreichend Zeit ein.
Voraussetzungen für refraktive Chirurgie
Bestimmte Voraussetzungen müssen erfüllt sein:
Stabile Fehlsichtigkeit
Ihre Brillenstärke sollte sich in den letzten ein bis zwei Jahren nicht mehr verändert haben. Bei noch wachsenden Augen ist das Ergebnis nicht dauerhaft. Deshalb operieren wir in der Regel erst ab 18 Jahren, besser ab 21 Jahren.
Ausreichende Hornhautdicke
Für Laserverfahren muss genug Hornhautgewebe vorhanden sein. Die erforderliche Mindestdicke hängt vom Verfahren und der Stärke Ihrer Fehlsichtigkeit ab. Ist die Hornhaut zu dünn, kommt der refraktive Linsenaustausch infrage.
Gesunde Hornhaut
Erkrankungen wie Keratokonus schließen Laserbehandlungen aus. Auch Narben oder Trübungen der Hornhaut können problematisch sein.
Gesunde Netzhaut
Die Netzhaut muss stabil sein. Netzhautlöcher oder dünne Stellen behandeln wir vor der Operation mit Laser, um Komplikationen zu vermeiden.
Keine aktiven Entzündungen
Entzündungen der Augen, trockene Augen oder Lidrandentzündungen müssen vor der Operation behandelt werden.
Keine systemischen Erkrankungen
Bestimmte Allgemeinerkrankungen wie Autoimmunerkrankungen, Diabetes oder Rheuma können die Heilung beeinträchtigen. Wir besprechen in der Voruntersuchung, ob diese Erkrankungen eine Behandlung ausschließen.
Realistische Erwartungen
Sie sollten verstehen, was mit dem gewählten Verfahren erreichbar ist. Perfektion garantieren können wir nicht, aber in über 95 Prozent der Fälle erreichen wir eine deutliche Verbesserung.
Vorbereitung auf die Voruntersuchung
- Kontaktlinsen weglassen. Weiche Linsen mindestens eine Woche, harte Linsen zwei bis drei Wochen vor der Voruntersuchung nicht mehr tragen. Linsen verändern die Form der Hornhaut vorübergehend.
- Zeit einplanen. Die Voruntersuchung dauert etwa 90 bis 120 Minuten. Planen Sie zusätzlich Zeit für die Beratung ein.
- Pupillenerweiterung. Wir erweitern Ihre Pupillen mit Tropfen für die Netzhautuntersuchung. Danach sind Sie für mehrere Stunden lichtempfindlich und sehen unscharf.
- Nicht selbst Auto fahren. Nach der Pupillenerweiterung dürfen Sie nicht selbst fahren. Organisieren Sie eine Mitfahrgelegenheit.
- Fragen vorbereiten. Notieren Sie sich Fragen, die Sie zur Behandlung haben. Wir nehmen uns Zeit für eine ausführliche Beratung.
Der komplette Behandlungspfad
Behandlung
Nach der Voruntersuchung besprechen wir die Behandlungsoptionen mit Ihnen. Wir führen LASIK, SMILE Pro, No-Touch Laser und refraktiven Linsenaustausch durch.
Nachsorge
Nach der Operation überwachen wir die Heilung engmaschig. Regelmäßige Kontrollen stellen sicher, dass Sie das bestmögliche Ergebnis erreichen.




